Bei der Abschlussvorstellung des Krea-Camps Urdenbach ging es auf dem Karussell der Künste rund

Im Trolland leben die Marsmännchen

So ein Trollleben ist schon lustig. Zumindest bei Sonja Brockers und ihren kleinen Akteuren. In das Reich der Fantasie - das Trolland hieß - entführte die Theaterpädagogin mit ihrer Zirkustheatertruppe das hochverehrte Publikum. In der Urdenbacher TSG-Gymnastikhalle drehte sich am Samstag das „Karussell der Künste". Dort stellten die Kinder ihre Arbeit aus dem einwöchigen „Krea-Camp" vor. Natürlich wollten die Eltern sehen, weshalb die kleinen Künstler in der letzten Woche nur noch Theater im Kopf hatten. Und sie staunten nicht schlecht. Nachdem sich der Vorhang öffnete, herrschte fast andächtiges Schweigen. Nun hatten die kleinen Trolle das Wort. Furios schlugen die kleinen Kobolde allerlei Kapriolen.
In ständig wechselnder Gestalt - beeindruckend wie die fantasievollen Kostüme die Liebe zum Detail wie derspiegelten - vollführten sie die unterschiedlichsten Kunststücke. Kleine Marsmännchen balancierten auf Bällen, Feen interpretierten den Schleiertanz neu und Wichtel jonglierten mit Tellern. Zur passenden musikalischen Untermalung wurden die unterschiedlichsten zirzensischen Utensilien in Bewegung gesetzt.
„Ich bin fasziniert, was die Kinder in einer Woche geschafft haben", meinte Sonja Brockers nach der Vorstellung. Für die 23 kleinen Künstler im Alter von sieben bis zwölf Jahren, die an diesem Krea-Camp teilnahmen, ging es auf dem Karussell der Künste rund. Vier von ihnen sägten, hämmerten und malten die Kulisse des „Trolland". Mit Hilfe des Künstlers Roland Brockers schufen sie das Fantasien-Reich. Unter der Regie von Elisabeth Kürten wurden von den Gewandmeistern die Kostüme entworfen und hergestellt, während die 15 Akteure gemeinsam mit Sonja Brockers die Kunststücke einstudierten.
So enstand ein Gesamtkunstwerk, das sich sehen lassen konnte. Es zog das Publikum am Samstag in seinen Bann, bis die Sonne über dem Trolland unterging.
ILKA BÖSCH