Trapezkünstler im Arenasaal
Das „Karussell der Künste" dreht sich wieder. 25 Kinder üben in der Freizeitstätte Garath Kunststücke. Am
Samstag endet das dritte Zirkus-Camp von Sonja Brockers. Dann zeigen die Nachwuchsakrobaten, was sie können.

VON DANIEL MEHRING

GARATH Die Freizeitstätte Garath ist wie leer gefegt. Einzig und allein ein Polizist sitzt im Foyer des Gebäudes. Doch der Eindruck täuscht, denn im Arenasaal der Freizeitstätte wird fleißig geübt. An HulaHoop-Reifen, Trapez und Hochring oder beim Bodenturnen. An jeder Station üben 25 Kinder zwischen acht und 14 Jahren, die sich für das Camp angemeldet haben. Meist mit großem Erfolg. Einige sehr akrobatische und künstlerische Elemente sind schon zu erkennen. „Am Samstag ist die Abschlussvorstellung: die wird super. Die Kinder sind voller Ideen", ist sich Sonja Brockers, Initiatorin des ZirkusCamps in der Freizeitstätte Garath, schon sicher.

Eine Choreografie mit Tüchern
Maria, Maxi und Mona (alle sieben Jahre alt) haben sich für eine Nummer mit Bändern und Tüchern entschieden. Ihre Betreuerin ist Tanja Götz, die wie auch Brockers, Maike Moerschen und Elisabeth Kürten die jungen Artisten betreut und ihnen Hilfestellungen gibt.

Gusti Meyer trainiert am Trapez. Bis Samstag zur großen Abschlussaufführung muss die Nummer sitzen.
RP-FOTO: ACHIM HÜSKES

INFO

Abschlussveranstaltung
(dm) Am Samstag, 23. Juli, findet im Arenasaal der Freizeitstätte Garath die Abschlussveranstaltung des Zirkus-Sommerferiencamps statt.
Der Beginn der rund einstündigen Aufführung ist um 14 Uhr. Zu sehen sind akrobatische Darbietungen sowie Nummern mit Diabolo, Hochring, Trapez, Bällen und auch Tüchern.

 

Yvonne (elf Jahre) wird zum Polarlicht verwandelt. Ein violetter Mantel und ein silbrigglänzendes Tuch komplettieren ihre Aufmachung, mit der sie bei der Aufführung ihr Kunststück - eine Darbietung mit zwei rosa Tüchern - zeigen wird.
„Einige Bodenturner werden Robben", sagt Maxi, die inzwischen von den Tüchern zu den Kostümen gegangen ist und kleine Eierkartonteile schwarz anmalt: die Robbennasen.

Götz ist erstaunt über den schnellen Lernprozess der Drei: „Sie haben sich gestern erst die Choreografie ausgedacht, dafür sieht es heute doch schon sehr professionell aus." „Es macht ganz doll Spaß", sagt auch Annika (10) am Hochring. In luftiger Höhe übt auch sie für die Vorstellung. Auch Einradfahren zu lernen ist im Camp möglich. So fährt Johanna (acht Jahre) erst seit einem Tag Einrad. Selbst von den Teilnehmern, die schon länger fahren, bekommt sie lobene Worte: „Gigantisch" ist zu hören. Doch nicht nur das Einüben von Kunststücken steht auf dem Programm. Auch die Kostüme werden selbst entworfen, gebastelt und durch Mitbringsel von Zuhause erweitert. Dabei steht im Mittelpunkt, mit so wenig Materialien wie möglich tolle Kostüme herzustellen. Und das gelingt wirklich: Ohne Verkleidung läuft nichts
Alle Kinder hatten die Möglichkeit, zwei Themen auszuwählen, die er am liebsten mag, so dass jeder Teilnehmer zwei Nummern vorführen kann: sei es als Pinguin, Robbe, Nordlicht oder weißer Riese.
Und ohne Verkleidungen geht auch in einem richtigen Zirkus nichts ...