Zirkus-Theater mit Kindern
Schlafnasen
waren bei der
Show hellwach

LEICHLINGEN (TBe). Begeistert verfolgten Eltern und Geschwister das Geschehen auf der Bühne: Da wirbelten die sonderbarsten Wesen herum - mal freundlich bunte Tücher schwingend, mal bedrohlich und ganz und gar vermummt - und zeigten ihre Kunststücke. Den jungen Akteuren im Alter von fünf bis zwölf Jahren machte ihr Auftritt beim „Zirkus­Theater" sichtlich Spaß. In ihren fantasievollen Kostümen tanzten und turnten sie zur Musik vom Band und zeigten dem staunenden Publikum, was sie während der „Ferien-Spaß­Woche" vom Behindertensport Leichlingen einstudiert hatten.
Intensiv hatten sich die vier behinderten und die 14 nicht behinderten Kinder auf ihren Auftritt in der Turnhalle der Grundschule Büscherhof vorbereitet. So intensiv, dass sie am ersten Probentag schon nach der Hälfte des

 


Traumhaft war der Auftritt von vier behinderten und 14 nichtbehinderten Kindern beim Zirkus-Theater in der Schule Büscherhof. Die Zuschauer hatten an der Vorführung großen Spaß. RP-Foto: Seibel

Trainings ganz müde auf den Turnmatten gelegen hätten, wie ihre Betreuerin Sonja Brockers schmunzelnd berichtete. „Auf diese Weise sind wir auch auf den Titel unseres Programms gekommen: 'Die Schlafnasen und ihre Traumschäume'." Dargestellt wurden die Träumereien eines auf der Bühne in einem großen Bett schlafenden Kindes. Die Kinder wechselten sich mit der „anstrengenden" Rolle der „Schlafmütze" ab, damit alle auch ihr akrobatisches Können unter Beweis Stellen konnten.
Da wurde ein Ballett mit großen Gymnastikbällen getanzt, wurden menschliche Pyramiden gebaut, wurde mit bunten Bällen jongliert, wurde Akrobatik auf einer sich drehenden Walze vorgeführt und trieben zwei Clowns ihren Schabernack mit dem Publikum. Odile Ott zeigte eine turnerische Einlage an einem von der
Decke herabhängenden Ring. Ein bisschen Lampenfieber habe sie schon gehabt, gab die Achtjährige zu. Aber sie wolle unbedingt noch einmal an dem „Zirkus-Theater-Camp" teilnehmen.
Auch ihr kleiner Bruder Johannes war eifrig bei der Sache. Auf seine Rolle als ,,Schlafnase" habe er sich nicht groß vorbereiten müssen. Schwieriger sei schon das Jonglieren der Teller gewesen. meinte er.

 

Rheinische Post, April 2001