Kinder im Karussell der Künste

Eine Woche lang trainierten Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren mit Zirkus-Pädagogin Sonja Brokers
Akrobatik. Jedes Kind soll das präsentieren, wofür es Talent hat. Die große Aufführung findet heute um 14 Uhr statt.

VON CHARLOTTE SCHMID

GARATH „Okay, und jetzt das ganze nochmal von vorne”, ruft Sonja Brockers einer Zirkusgruppe auf der Bühne zu. „Kommt schon, das muss flotter gehen.” Sie ist die Organisatorin des „Karussells der Künste”, einem Sommerferien-camp in der Freizeitstätte Garath.
Kinder von sieben bis zwölf Jahren können hier Akrobatik trainieren, tanzen, bauen, kleistern und Einrad fahren lernen. Dazu wurden die Kinder in vier Gruppen eingeteilt und gingen jeden Tag von 10 bis 16 Uhr jeweils eine Stunde lang in die Bereiche Zirkus, Kulisse, Tanz und Kostüm.

In Szene setzen
Brockers, die Zirkustheater-Pädagogin, erklärt, dass es vor allem darum geht, etwas in Szene zu setzen, was man kann. Denn alle haben Talent. „An jedem Übungstag gibt es neue Höhepunkte”, erzählt sie gut gelaunt. „Heute stand zum

INFO

Zirkusaufführung
Das „Karussell der Künste” verspricht zum Abschluss der Woche ein ungeheures Farbspektakel. Heute um 14 Uhr zeigen die kleinen Akrobaten bei ihrer großen Aufführung in der Freizeitstätte Garath an der Fritz-Erler-Straße 21, was sie gelernt haben. Einlass ist um 13.30 Uhr.
Dafür haben die 43 Kinder eine Woche lang von Montag, 23. Juli, bis gestern, unter der Leitung von Sonja Brockers, Laura Lieveld, Cathrin Urhahn und Klaus Sivers trainiert.

Bild

Balancieren auf Bällen: Die kleinen Akrobaten machten
sich schon gut kurz vor ihrer großen Auftritt.

RP-FOTO: CHRISTOPH GÖTTERT

 

ersten Mal die Kulisse auf der Bühne, gestern konnte ein Mädchen endlich olle Hilfestellung Einrad fahren um am Dienstag bestiegen die Kinder die Kugel, auf der sie balancieren, ganz alleine.” Bereits zum fünften Mal startet das Sommerferienprojekt, jetzt mit

dem Thema „Reise durch die Welt der Farben”. Bei Klaus Sievers, der den Kulissenbau leitet, bastelt gerade die grüne Gruppe, um alles für den großen Auftritt heute perfekt zu machen.
„Jede der vier Gruppen hat eine Farbe zugeteilt bekommen und sollte sich ausdenken, was zu dieser Farbe als Kulisse passt”, erklärt der bildende Künstler aus Düsseldorf. Nele (8), die zu der grünen Gruppe gehört, arbeitet gerade an einem Baum. „Das Kleistern hier macht am meisten Spaß”, sagt sie und hebt lachend ihre mit dem Kleber beschmierten Hände hoch.
Chiara (10) bastelt in der roten Gruppe an den Kostümen. „Ich bin das erste Mal hier”, erzählt sie. „Aber Einrad fahren konnte ich schon vorher, deswegen fahre ich bei der Aufführung Hochrad.” An ein paar großen Tischen beklebt sie fleißig weiter ihr rotes Kostüm mit Glitzer, Sternen und Tüll.

Seit der Krabbelgruppe
„Es gab eigentlich keine Schwierigkeiten, die wir nicht beseitigen konnten”, meint Brockers. Nur die eine oder andere Brandblase von den Heißklebepistolen musste behandelt werden.
Charlotte (10) und Mara (10) sind schon „alte Hasen” im Zirkusgeschäft. Sie kennen sich schon seit der Krabbelgruppe und haben oft mit Sonja trainiert. Früher haben die beide mal Ballett getanzt, aber „Akrobatik macht uns viel mehr Spaß”, sagen sie einstimmig. Pünktlich zur vollen Stunde ruft Sonja Brockers laut in den großen Raum: „Jetzt alle Kinder schnell in die nächste Gruppe wechseln!” Und schon hasten die jungen Tänzer, Artisten und Künstler zu ihrer neuen Aufgabe.