WüTräLa: Kinder machten Zirkus, um Kindern zu helfen

Brockers: "Eine der
schönsten Aufführungen"

Weihnachtsaufführung des Zirkustheaters »WüTräLa« (»Wünsche, Träume, Lachen«) erbrachte einen Erlös von 600 Euro für das Düsseldorfer Mädchenhaus.

Benrath. Mit einem »Hohoho« begrüßten die beiden rotnasigen Weihnachtsmänner Fabian und Patrick in einem großen beleuchteten Rahmen, inmitten einer weißen Samtlandschaft sitzend, am vergangenen Samstag jeden Besucher des »Spekakulums«. Das Zirkustheater »WüTräLa« hatte zur Benefiz-Aufführung zu Gunsten des Mädchenhauses in

Düsseldorf geladen. Gespielt wurde eine bunte Mischung der schönsten Nummern des Jahres.
»Herr und Frau König« fanden während der kurzweiligen 90 Minuten heraus, wer noch so alles in dem alten Gemäuer mit ihnen lebt. Da gab es Einrad-fahrende Engelchen und Weihnachtsmänner in Ringelsocken, Hui und Buh spielten Diabolo und überließen die Bühne dann fünf blauen Akrobatikelfen. Kleine Magier mit riesigen Hüten kletterten Leitern herauf und wieder herunter und schlafende Clowns freuten sich über Geschenke.
In der Pause saß Familie König auf der Bühne und freute sich über Spenden, ebenso wie drei zauberhafte Feen im Foyer. Während dessen konnte man sich die Zeit mit »Kerkerglibber«, amerikanischen Burgbewohnern und spießigen Bananen, eben schlossgerechter Kost, versüßen.

Ebenfalls für Kurzweil sorgte die Ahnengalerie der »WüTräLa«-Kinder – 26 selbstgemalte Kohle-Portraits in goldenen Rahmen mit von jedem Kind selbstgewühlten Titeln wie »Prinzessin Lina, die Feengleiche« oder »Poltergeist Paul, der diabolische Plumpsklobewacher«.

Bei der »WüTräLa«-Weihnachtsrevue baten die kleinen Akrobaten um Spenden für Kinder. Foto: Brockers
Mit berauschender Musik, knalligen Farben und viel Esprit zauberten die Kinder ein Lächeln auf die Gesichter der rund 130 Zuschauer und konnten diese so zu einer Spende in Gesamthöhe von 600 Euro bewegen.
»Eine der schönsten Aufführungen der letzten acht Jahre«, resümiert Sonja Brockers, Leiterin des Zirkustheaters. »Ich bin unheimlich stolz auf meine Kinder und glücklich das wir mit unserer Kunst etwas bewegen können.« Noch vor Weihnachten wird der Betrag dem Mädchenhaus auf der Corneliusstrasse übergeben.