Inselträume beim Karussell der Künste

GARATH (lers) Unter dem Thema "Gestrandet" hatte das "ZirkusTheater WüTräLa" zu einem "Karussell der Künste" in die Garather Freizeitstätte eingeladen, und alle Kinder, Eltern und Großeltern, die das große Rund des Arenasaals an diesem Samstagnachmittag füllten, wurden nicht enttäuscht. Geboten wurde eine ."Aufführung ohne Worte", phantasievolle Insel-Geschichten, die gespielt und getanzt wurden. Das Bühnenbild mit Palmen und einer Skulptur, die ausschaute, wie von der Osterinsel importiert, lud zum Träumen ein. 40 Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 14 Jahren, so die Geschichte, waren auf einer Insel gestrandet, machten es sich dort bequem und erhielten unter anderem Besuch von ebenfalls dort auftauchenden Seeräubern. Für das in neun Bildern gespielte Stück stand den auf mehrere Gruppen aufgeteilten Jung-Schauspielern eine Woche Probenzeit zur Verfügung, "eine Woche, die allen , die an unserem Sommerferien-Camp mitmachten, sehr viel Spaß gemacht hat ", wie "Regisseurin " Sonja Brockers erzählte.Um so beachtlicher war, was die "Gestrandeten" in dieser Zeit an getanzten Inselträumen eingeübt hatten und an


Phantasievolle Geschichten von der Insel setzten die Kinder vom Sommerferien Camp in Bewegung um und ernteten vie Applaus. RP-FOTO:ACHIM HÜSKES

schwieriger Artistik, Jonglage und Akrobatik sowie auf Surfbrettern und Einrädern boten. Nicht zuletzt waren es auch die bunte Kulisse und die Musik, die dem Ganzen "karibisches Flair" verliehen. Das begeistert mitgehende Publikum spendete den Kindern und ihrem Spiel dann auch immer wieder auf
offener Szene Beifall. Marie Kappel und ihre Mutter fanden mit Ende der Aufführung diese "echt gut und sogar spannend." Mieke Szalay aus Köln war
mit ihrer Großmutter in den Arenasaal gekommen. "Ein schönes Stück", so ihr Kommentar, "bei dem mir besonders die Darbietungen der Einradfahrer gefielen ." Keine Meinung hatte die fünf Monate alte Nele, die den Auftritt ihrer neunjährigen Schwester Nora auf dem Arm ihrer Mutter erlebte . Für das Ensemble, das ohne Lampenfieber sichtbar viel Fantasie und Lust am Schauspielern bewies, gab es mit Ende der Vorstellung langanhaltenden Applaus. Dankbaren Beifall aber auch für Sonja Brockers (Zirkustheater), für Laura Lieveld (Tanz),Valeria Daval (Kulisse) und Natascha Hanne (Kostüme). Ohne sie hätte sich das flott inszenierte "Karussell der Künste"
nicht gedreht.